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Dank der stark gestiegenen Zahl an geimpften Personen und den damit einhergehenden alltäglichen Erleichterungen regt sich auch das Leben in unserer Loge wieder. Wir nehmen daher unter Beachtung aller notwendigen Hygieneregeln die Arbeit wieder auf.

Dies kann aber nur geschehen, wenn sich ein jeder an die festgelegten Regeln hält. An den im Arbeitsplan genannten Terminen dürfen nur Brüder oder Gäste teilnehmen, die entweder

  • 3 mal immunisiert wurden und über ein validierbares Impfzertifikat verfügen, oder
  • den Status „genesen“ nachweisen können oder
  • ein aktuelles negatives Testzertifikat besitzen.

Unter Einhaltung dieser zur Sicherung der gegenseitigen Gesundheit notwendigen Bedingungen freuen wir uns schon jetzt auf ein gesundes, umsichtiges, freudiges und viel zu lang vermißtes Wiedersehen in unseren Räumen.

Paul Strack (* 28.5.1889, † 12.10.1961) war Meister vom Stuhl der Loge Zur alten Linde von 1933-1935.

Beruf

Strack war Kaufmann. 1929 war er Vertreter der Rhenania-Ossag-Mineralölwerke AG, Düsseldorf, und der Lackfabrik Ewald Dörken, Herdecke. Er war Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hansa-Brauerei, an der seine Frau Aktien besaß.

Freimaurerischer Werdegang

Strack wurde 1909 in die Loge „Lessing“ in Barmen aufgenommen, 1910 zum Gesellen befördert und 1912 zum Meister erhoben. 1922 wurde er als ordentliches Mitglied in der Loge Zur alten Linde angenommen. Ab 1931 war er besuchendes Mitglied der Loge Lessing. 1931/32 war er Zuge­ordneter Meister, 1933-1935 Meister vom Stuhl (er leitete die letzte freimaurerische Arbeit am 29.6.1935 vor der Zwangsschließung). Er war Stammtisch-Mitglied nach 1935, von Schwierigkeiten unter den Nazis ist nichts bekannt. Er wurde 1947 wieder angenom-men und war formal Meister vom Stuhl bis zur Wiederverlei­hung der Rechtsfähigkeit 1948 an die von Martin Luther (siehe dort) geleitete wiederbegründete Loge. Wegen des Streits in der Loge über die Aufnahme von Brüdern, die aus der NS-Zeit belastet waren, deckt er die Loge (tritt aus) am 31.12.1949 und wird Mitglied der Loge „Zu den drei Sparren“ in Bielefeld. 1951 wird er Ehrenmeister der Loge.

Quellen: MV 1923,1931,1932,1950,1951,1962. RP 1935. AB 1929. Schleef S. 38,40,45,62,63. Protokollbuch im Lo­genarchiv 1946,1949,1950. Mündl. Mitteilung Dr. Otto Trawny 1985 (Hansa-Brauerei, keine Schwierigkeiten unter Nazis).

Richard Foller (* 28.2.1878 in Soest, † 7.1.1958) war Meister vom Stuhl der Loge Zur alten Linde von 1931-1933.

Leben

Foller war verheiratet mit Agathe, mit der der vier Kinder hatte, ein Sohn ist 1944 gefallen.

Beruf

Foller studierte sechs Semester Rechtswissenschaft in Jena, Berlin und Marburg und legte 1899 die 1. Staatsprüfung ab. 1903 dann die große Staatsprüfung; er wurde am 15.1.1904 als Rechtsanwalt vereidigt. Von September 1915 bis März 1917 war er Kriegsteilnehmer. Ab 1919 war er auch Notar. Er vertrat 1934/35 die Eigentümer des Generalanzeigers, die Krüger-Gruppe, gegen die NSDAP. Ab Juli 1950 war er im Aufsichtsrat der Hoesch AG, ab Juli 1952 im Aufsichtsrat der Hoesch Werke AG. Nach dem Krieg Partner in der Sozietät Dr. Foller, Dr. Spieker, Dr. Trawny (letzterer 1910-1997, Freimaurer 1951, Meister vom Stuhl 1957-1970).

Freimaurerischer Werdegang

Foller wurde 1909 in die Loge Zur alten Linde aufgenommen, 1910 zum Gesellen befördert und 1912 zum Meister erhoben. 1919-20 war er 2. Zugeordneter Meister. 1921-1930 1. Zug. Meister. 1931-1933 Meister vom Stuhl. Am 12.12.1933 deckte er die Loge (trat er aus). Ab 1947 war er wieder Mitglied. Er war seit 1955 Ehrenmeister, dazu Ehrenmitglied der Großen National-Mutterloge Berlin und der Loge „Zu den drei Balken“ in Münster.

Ehrenämter, Auszeichnungen

Foller erhielt 1954 das Bundesverdienstkreuz. Seit 1945 war Vorsitzender des Dortmunder Anwaltsvereins; er war im Vorstand der Rechtsanwaltskammer Hamm, Vorsitzender einer Kammer des Ehrengerichts. 1955 wurde Vizepräsident der Rechtsanwaltskammer. Seit 1947 war er im Vorstand des Deutschen Anwaltsvereins.

Sonstiges

Foller war Mitglied der Gesellschaft Casino seit 1912, ebenso Mitglied der Teutonia Jena 96 und der Vereinigung alter Burschenschafter in Dortmund.

Foller war kein NSDAP-Mitglied, was ihm wohl Ansehensverluste einbrachte. Zu seinem Verhalten den jüdischen Mitbürger*innen gegenüber schreiben die Autoren Kißinger und Roth:

Am effektivsten dürften wohl jene westfälischen Anwaltsnotare in diesem Zusammenhang gewirkt haben, die wie Richard Foller in Dortmund eher still und ohne irgendwie Aufsehen zu erregen, ihren Mandanten halfen. Die Urkunden Follers zeigen, wie im zweiten Teil dieses Buches belegt wird, gerade bei jüdischen Klienten ein hohes Maß an Anstand und Bereitschaft, trotz widriger Umstände den Verfolgten zu helfen, so gut es eben ging. Er hat zwar an vielen „Arisierungen“* mitgewirkt, doch haben offensichtlich die jüdischen Verkäufer ihn aufgesucht, denn diese waren ihm fast immer bekannt – im Gegensatz zu den „arischen“ Kaufinteressenten, bei denen das oft nicht der Fall war $23 Foller, der dem Jahrgang 1878 angehörte, trat nie in die NSDAP oder eine ihrer Gliederungen ein. Da seine Personalakten offenbar im Krieg verloren gegangen sind, lässt sich nichts Näheres über seine berufliche und politische Einstellung sagen. Eine Beurteilung aus dem Jahr 1948 hielt immerhin in bemerkenswerten Andeu-tungen fest: „Seine charaktervolle menschliche Haltung brachte ihm unter dem Nationalsozialismus manche Anfeindungen, die ihn aber nicht haben beeinflussen können. Der Krieg hat auch ihn schwer geschädigt, am tiefsten traf ihn der Tod seines Sohnes, des Rechtsanwalts Dr. Wolfgang Foller, der am 25.4.1944 in Russland fiel.“ Nach dem Krieg gehörte er deshalb wohl zu den zentralen Akteuren des justizpolitischen Wiederaufbaus, wurde Vorstandsmitglied des Deutschen Anwaltvereins, Vizepräsident der Rechtsanwaltskammer Hamm, Vorsitzender des Anwalt- und Notarvereins in Dortmund und Vorsitzender der III. Kammer des Ehrengerichts der Rechtsanwalts-kammer.

Michael Kißinger/Andreas Roth: Notare in der nationalsozialistischen „Volksgemeinschaft“, das westfälische Anwaltsnotariat 1933-1945. Baden-Baden 2017. /Googlebooks 2021)
Quellen: MV 1909-1931,1948-1958. Jahresbericht 1933/34 (GehStA 5.2.D 26 Nr. 9 Bl. 35ff). AB 1905,1929. Burschenschaften. Schleef S. 38. Windgassen. Casino 1912. Personalakte im Logenarchiv (Fragebogen 1946, mehrere belanglose Briefe, biogr. Aktennotiz des Br. Schleef 27.1.1955). Auszug sh. Anlage.
Otto Blume (sen.)
(* 24.5.1861 in Bonn, † 9.5.1935 in Dortmund)
Meister vom Stuhl der
Loge Zur alten Linde von 1921-1930.

Otto Blume (sen.) (* 24.5.1861 in Bonn, † 9.5.1935 in Dortmund) war Meister vom Stuhl der Loge Zur alten Linde von 1921-1930.

Leben

Sein Vater war der Kaufmann Otto Blume in Bonn, seine Mutter Julie Laura Bouhon. Seit 1989 war er verheiratet mit Ida geb. Rosenberg, die beiden hatten fünf Kinder.

Beruf

1879-1882 Lehre in einem „Drogen-en-gros-Geschäft“ in Mülheim/Ruhr. 1882/83 bei Schering in Berlin. 1884/85 Reisender für eine Firma in Braunschweig, 1886-88 das gleiche Frankfurt/Oder. Ab 1888 in Dortmund Teilhaber der Apothekerwarengroßhandlung C. von Velsen und Blume.

Freimaurerischer Werdegang

Blume wurde 1903 in die Loge Zur alten Linde aufgenommen, 1904 zum Gesellen befördert und 1906 zum Meister erhoben. Von 1908 bis 1911 war er stellv. Vorbereitender Bruder. 1821-1930 war er Meister vom Stuhl, schied 1930 aus beruflichen Gründen vorzeitig aus dem Amt. Er wurde dann Ehrenmeister. Er war Ehrenmitglied der Logen in Witten, Soest, Hamm, Münster, Herne, Hagen, Kreuznach, Minden, Unna, der Logen Reinoldus in Dortmund, Hellweg und Zu den drei Rosenknospen in Bochum, Die drei Verbündeten in Düsseldorf, Minerva in Köln und Alfred zur Linde in Essen, zudem der Großen National-Mutterloge Berlin.

Sonstiges

Blume war Mitglied der Gesellschaft Casino und seit 1912 des Naturwissenschaftlichen Vereins.

Er ist auf dem Ostenfriedhof beigesetzt.

Quellen: MV 1904-1932. Jäde 1930 (Bild S. 28). Schleef S. 38. RP 1935 (als Mitglied aufgeführt, war aber schon +). Ehrenmeisterbrief 29.1.1931. Personalakte GehStA 5.2.D 26 Nr. 13/1 (darin Bewerbungsbrief an die Loge, Bl. 17, Abdankungsschrei­ben, Bl. 13). Mutter: Internet Family Search 25.11.2001. Naturw. Verein 1912. Familiengrabstätte auf dem Ostenfriedhof.

Auf Grund des dramatischen Anstiegs des Infektionsgeschehens hat sich unsere Bauhütte eine Veranstaltungspause für physische Treffen auferlegt. Sie dient dem Schutz der Brüder, Schwestern und Gäste. Die Dauer dieser Pause ist unbestimmt, voraussichtlich wird sie bis ins Frühjahr andauern.

In der Zwischenzeit finden unsere Treffen per Videokonferenz virtuell auf der Plattform GoToMeeting statt. Wer Interesse hat teilzunehmen, kann sich bei uns melden.

Wir wünschen allen Menschen Gesundheit und allen Erkrankten eine rasche und vollständige Genesung.

Leben


Paul Gottfried Carl Sartori
(* 5.11.1857 in Lübeck bei Dortmund,† 26.8.1936 in Dortmund)
war Meister vom Stuhl der Loge Zur alten Linde von 1915-1920.

Paul Gottfried Carl Sartori(* 5.11.1857 in Lübeck bei Dortmund, † 26.8.1936 in Dortmund) war Meister vom Stuhl der Loge Zur alten Linde von 1915-1920.

Sein Vater war August Heinrich Sartori (Professor am Katharineum in Lübeck, Gründer der Geogr. Gesellschaft, Direktor der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit, Hrsg. der „Lübeckischen Blätter“, Mitglied der Bürgerschaft 1865-1895, Mitglied des St.-Marien-Vorstands und der Synode, Meister vom Stuhl der Loge „Zur Weltkugel“ in Lübeck). Er war verheiratet mit Elena von Holten.

Beruf

Studium klassische Philologie und Deutsch in Bonn, Leipzig und Göttingen. 1882-1885 Probekandidat bzw. Hilfslehrer am Gymnasium in Göttingen. 1883 Staatsprüfung. 1885-1923 Gymnasiallehrer, ab 1902 Professor, Oberlehrer, zuletzt Oberstudienrat am altsprachlichen Dortmunder Stadtgymnasium.

Freimaurerischer Werdegang

I 1877, II 1878, III 1879 in der Loge „Zur Weltkugel“ in Lübeck. Hier 1886 ständig be­suchender Bruder, 16.6.1887 ordentliches Mitglied. IV 1897, V 1907, VI 1907, VII 1909. Ehrenmitglied der GrNML Berlin und der Logen in Witten, Rhenana-Minerva in Köln, Soest (dort ständig besuchender Bruder ab 1920). 1888 und 1889 substitutierter Redner, 1890 und 1891 Redner, 1892 2. Aufseher, 1900-1915 Deputierter Meister, 1915-1920 Meister vom Stuhl, danach Ehrenmeister. Funktionen in der Schottenloge „Vehmlinde“, deren Ehrenobermeister. Fest der Silbernen Hochzeit in der Loge 5.9.1914, vgl. Anlage. 1935 nicht Mitglied.

Sartori wurde 1877 in die Loge „Zur Weltkugel“ in Lübeck aufgenommen, 1878 zum Gesellen befördert und 1879 zum Meister erhoben. 1888 und 1889 war Sartori substitutierter Redner, 1890 und 1891 Redner, 1892 2. Aufseher, 1900-1915 Deputierter Meister, 1915-1920 Meister vom Stuhl, danach Ehrenmeister.

Sartori war Ehrenmitglied der Logen in Witten, Rhenana-Minerva in Köln und Soest (dort ständig besuchender Bruder ab 1920) und der Großen National-Mutterloge Berlin. Bei der Zwangsschließung der Loge 1935 war er nicht mehr Mitglied.

Veröffentlichungen

1904-1927 mit Karl Prümer (Frm.) Hrsg. der „Blätter für rheinische und westfälische Volkskunde“. „Sitte und Brauch, Handbücher zur Volkskunde“, Leipzig (Wilh. Heims), Bd. 1 1910, Bd. 2 1911, Bd. 3 1914, zus. ca. 750 S. „Westfälische Volkskunde“, Leipzig 1922 (Reihe Deutsche Stämme, deutsche Lande, 209 S.), 2. erw. Aufl. 1929 (219 S.), Repro-Ausgabe Frankfurt/M (Weidlich Reprints) 1980. „Literatur der westf. Volkskunde“, 1932 (48 S., Veröffentlichungen des westf. Heimatbundes). „Das Buch von deutschen Glocken“, 1932. Insgesamt 42 Veröffentlichungen in „Paul Sartori, ein bibliographisches Verzeichnis seiner Veröffentlichungen 1879-1936“, Stadt- und Landesbibliothek Dortmund (dort liegen auch Autographen). In der Loge befinden sich zwei Bände mit Rede-Manuskripten (1997 ein Band bei Dieter Schaumann, ein Band bei Axel Pohlmann).

Sonstiges

1905 Vorsitzender des Zweigvereins Dortmund des Allg. Deutschen Sprachvereins. 1904 Mitbegründer und bis 1927 Vorsitzender des Vereins für rheinische und westf. Volkskunde.

Dr. phil. h.c. (zum 70. Geburtstag am 5.11.1927 durch die Philosophisch-naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Münster). Nach ihm ist eine Straße in Dortmund-Löttringhausen benannt.

Quellen: MV 1886-1932. AB 1888, 1894, 1905. Schleef S. 36. Max Depke „200 Jahre Loge zur Weltkugel“. Klotzbücher S. 143. Gunnemann S. 75. Autographenkatalog S. 292. Auskunft der Loge in Soest 1989. Esser/Stadtgymnasium B 43. Antiquariatskatalog Stenderhoff 1996 Nr. 567. Eigener Bestand (Volkskunde, Sitte und Brauch). Briefe Sartori und Vater 1885-1887, gedrucktes Blatt mit einem Prümer-Gedicht und Handschrift dieses Gedichts, lose eingelegt in das Protokollbuch VII der Loge 1912-17, GehStA 5.2.D 26 Nr. 31 Blatt 155-164 (offenbar aus Anlaß der silbernen Hochzeit 1914). 2 Bände „Arbeiten und Zeichnungen von Br. Paul Satori“ (sic), handschriftlich ausgearbeitete Lo­genreden, gebunden, im Logenarchiv. Zitat aus: Heckmann, in: Stadtgymnasium 1959 S. 30. G. Wiegelmann: Vorwort zur Neuausgabe der „Westf. Volkskunde“, Frankfurt/M 1980. Sartori in Kiel: „Latomia“ Jg. 26 -1903- Nr. 23 S. 181.

Carl Metzmacher (jun.) (* 26.1.1846 in Derne bei Dortmund, † 27.7.1915 in Dortmund) war Meister vom Stuhl der Loge Zur alten Linde von 1900-1915.

Leben


Carl Metzmacher (jun.)
(* 26.1.1846 in Derne bei Dortmund, † 27.7.1915 in Dortmund)
war Meister vom Stuhl der Loge Zur alten Linde von 1900-1915.

Seine Eltern waren der Freimaurer und Altstuhlmeister Carl Metzmacher (Senior) und Dorothea Mallinckrodt. Er war verheiratet mit Emma Franziska Stoewer aus Hamburg. Die beiden hatten sechs Kinder.

Beruf

Seit 1873 war Metzmacher im Mühlenbetrieb der väterlichen Firma. Am 21.2.1875 übernahm er den Anteil seines Vaters. 1877 kaufte er die Anteile Wencker/Wiesmann und Witwe Schaeffer. Am 16.7.1884 kaufte er den Anteil des verstorbenen Louis Schaeffer (Frm.) und war seitdem Alleininhaber. Die Mühle brannte 1900 kurz nach dem letzten Umbau ab, ihre Wiedererrichtung wurde von der Stadt untersagt, die 1902 das Gelände kaufte (spätere Stadtsparkasse). Im April 1901 erwarb er mit seinem Schwager Stoewer die Ölmühle in Ro­stock (1921 abgebrannt). Er war Vorsitzender des Grubenvorstands der Zechen Landwehr und Mühlenberg. Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Friedrich Wilhelm. Ca. 1900-1915 war er Aufsichtsratsmitglied der Dortmunder AG für Gasbeleuchtung.

Politik

Metzmacher war Mitglied der nationalliberalen Partei, langjähriger Vorsitzender des libe­ralen Bürgervereins, Stadtverordneter (II. Abteilung) 1882-1897, unbesoldeter Stadtrat 1897-1915.

Freimaurerischer Werdegang

Metzmacher wurde 1872 in die Loge Zur alten Linde aufgenommen, 1873 zum Gesellen befördert und 1875 zum Meister erhoben. 1883 war er Subst. Vorbereitender Br., 1884/85 Vorbereitender Br., 1878-80 Schatzmeister, 1886/87 und 1892 subst. Redner, 1888-91 subst. 2. Aufseher, 1896 Deputierter Meister und 1900-1915 Meister vom Stuhl. „Einige Jahre vor Kriegsausbruch“ war er einer von neun Vertretern der deutschen Großlogen bei einem Freundschaftsbesuch in England.

Metzmacher war Ehrenmitglied der Großen National-Mutterloge Berlin und der Logen in Witten, Soest, Münster, Minden, Hagen, Hamm, Köln, Bielefeld, Bochum, Detmold, Düsseldorf und Gelsenkirchen.

Sonstiges

Von 1879-1913 war Metzmacher Mitglied der Handelskammer, 1879-1915 ehrenamtlicher Handelsrichter am Landgericht Dortmund. Er war Mitglied des Bezirkseisenbahnrats in Köln. Vorsitzender der Müllerei-Berufsgenossenschaft und Vorsitzender des engeren Ausschusses und des Rheinisch-Westf. Zweigverbandes des Verbands Deutscher Müller. Er war Mitglied der Gemeindevertretung der Reinoldi-Kirche. 1888 war er Mitbegründer, 1894-1897 Vorsitzender des Börsenvorstands der Getreide- und Produktenbörse zu Dortmund.

Carl Metzmacher war 2. Vorsitzender der kameradschaftlichen Vereinigung ehemaliger Artilleristen in Rheinland u. Westfalen. Vorstandsmitglied des Artillerievereins in Dortmund. Mitgründer und Vorsitzender der Gesellschaft Concordia (Theater-Dilettantenverein), Gründungsmitglied des Historischen Vereins 1871, Mitglied der Gesellschaft Casino, deren Präsident 1909-1915.

Er ist auf dem Ostenfriedhof beerdigt und auf einem großen Ölporträt in der Loge Zur alten Linde abgebildet.

Quellen: Stade/Metzmacher (sh. beim Vater), darauf fußend Schleef S. 35f, Prümer II 101f. - Luntowski S. 150. Ca­sino-Chronik. Beitr. 1962 S. 15. MV 1878-1916. Mertes/IHK S. 147. AB 1905. v. Winterfeldt A 7. Schieferenz S. 71

Friedrich Georg Alexander Hilbck
(* 17.12.1841 in Lippstadt,† 15.9.1908 in Dortmund)
war Meister vom Stuhl der Loge Zur alten Linde von 1897-1900.

Friedrich Georg Alexander Hilbck (* 17.12.1841 in Lippstadt, †15.9.1908 in Dortmund) war Meister vom Stuhl der Loge Zur alten Linde von 1897-1900.

Leben

Seine Eltern waren der Kreisarzt Dr. Friedrich Alexander Hilbck und Emilie Schwemann. Er war verheiratet mit Ella Ovenbeck (1849-1927), die beiden hatten vermutlich zwei Söhne.

Beruf

1866 wurde Alexander Hilbck Bergreferendar. 1878-1889 war er Grubendirektor der Zeche Vereinigte Westfalia, 1890-Mitte 1890er Bergwerksdirektor an der Zeche Kaiserstuhl in Dortmund. Er schied aus, als Hoesch die Zeche kaufte, und erhielt eine Abfindung von 150.000 Mark. Danach beschränkte er sich auf die Abgeordnetentätigkeit, er hatte „geschäftlich viele Eisen im Feuer“ (Richter).

Im Wählerverzeichnis stand er 1851 und 1863 in der 2. Wählerklasse.

Politik

Alexander Hilbck war 1873-1900 Stadtverordneter, I. Abt. 1898-1900 stellvertr. Vorsteher. 1906-1908 war er unbesoldeter Stadtrat. 1897-1903 Mitglied des Reichstags als Nationalliberaler, er verlor 1903 bei der Stichwahl gegen einen Sozialdemokraten. Er Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses (1905).

Freimaurerischer Werdegang

Hilbck wurde.1872 in die Loge Zur alten Linde aufgenommen, 1873 zum Gesellen befördert und 1876 zum Meister erhoben. 1879-80 war er subst. Redner. 1888-89 Redner. 1890 stellv. Redner. 1897/98-1900 Meister vom Stuhl (er hat sein Amt niedergelegt).

Ab 1900 war Hilbck Ehrenmeister der Loge. Er war Ehrenmitglied der Großen National-Mutterloge Berlin und der Loge „Armin zur deutschen Treue“ in Bielefeld.

Sonstiges

Alexander Hilbck war 1881-1900 Mitglied der Handelskammer. 1888 war er stellv. Mitglied der Einschätzungs-Kommission für die klassifizierte Einkommensteuer. Er war auch Vorstandsmitglied der Knappschafts-Genossenschaft und des Allgemeinen Knappenvereins Bochum. Er war Mitglied in der Gesellschaft Casino und seit 1866 Mitglied des Faßvereins

Alexander Hilbck ist auf dem Ostenfriedhof begraben, er hat ein Grabdenkmal, auf dem merkwürdigerweise nur: Bergwerksdirektor und Landtagsabgeordneter steht.

Quellen: MV. Meininghaus S. 50. Otto Girke, Chronik der Loge in Lippstadt 1964, S. 6,202. Faßverein. Casino 1912. AB 1888, 1894. Luntowski S. 146. Mertes/IHK S. 147. Klotzbücher S. 32. Biogr. Jahrbuch 1908, Totenliste S. 42. Mönnich-Richter S. 194-201 (daraus das obige Zitat - aber noch detaillierte weitere Ausführungen, insbesondere zu den Wahlen). Taufe, Mutter, Geschwister: Internet Family Search 2.12.2001. Daten zu Frau, Kindern: Grabstein auf dem Ostenfriedhof (2008). Bild aus der Jubiläumsschrift 1932.

Carl Friedrich Dulheuer
(* 27.5.1834 in Meinerzhagen,† 26.1.1914)
war Meister vom Stuhl der Loge Zur alten Linde von 1892-1897.

Carl Friedrich Dulheuer (* 27.5.1834 in Meinerzhagen,† 26.1.1914) war Meister vom Stuhl der Loge Zur alten Linde von 1892-1897.

Leben

Seine Eltern waren Joh. Henrich Dulheuer und Wilhelmina Volkmann. Er hatte mind. drei Kinder.

Beruf

Carl Dulheuer war 1873 Kreisrichter in Dortmund, 1878/79 Kreisgerichtsrat, 1880-83 Landgerichtsrat. 1884-1911 war er Kgl. Landgerichts-Direktor, danach a.D. Geheimer Justizrat. 1894 und 1904/05 war er Reichsbank-Kommissar. Er war Aktionär der Fa. Wagner & Co. Und 1891 Mitglied des Grubenvorstandes der Zeche „Gottessegen“ in (Dortmund-) Löttringhausen.

Politik

1873-1879 war Dulheuer für den Wahlkreis Arnsberg 5 (Dortmund und Bochum) Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses, Berichterstatter über den Gesetzentwurf einer Hinterlegungsordnung. Er gehörte zur Fraktion der Deutschen Fortschrittspartei.

Freimaurerischer Werdegang

Dulheuer wurde 1870 in die Loge Zur alten Linde aufgenommen, 1871 zum Gesellen befördert und 1873 zum Meister erhoben. 1888-91 war er Zug. Meister, 1992-97 Meister vom Stuhl, danach Ehrenmeister. Er war Ehrenmitglied der Großen National-Mutterloge Berlin und der Logen in Hamm, Soest und Witten. Er war Mitglied des Ehrenrats, des Weinausschusses und des Kuratoriums der Logenstiftung.

Sonstiges

1888 war Dulheuer Mitglied des Kuratoriums des Stadtgymnasiums. Ab 1854 war er Mitglied des Corps Guestphalia Bonn. 1871 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Historischen Vereins. Seit dem 8.11.1878 war er Mitglied des Faßvereins. Er war Ehrenmitglied der Gesellschaft Casino.

Quellen: MV 1878-1914. Faßverein Mitgliederverz. 1979. Casino 1912. AB 1894, 1905. Schleef S. 33. Beiträge 1962 S. 15. Eltester S. 10. AB Westfalen 1840 S. 215. Protokollbuch 1895. Mertes/Wagner S. 120. Familiendaten aus Internet Family Search 25.11.2001. Kleine-Weischede, Kirchhörde II, S. 39. Studium, Corps, Politik nach Wikipedia, Artikel „Karl Dulheuer“, 2021.

Dr. med. Friedrich Andreas Eduard Carl Alexander Hagemann
(* 7.8.1833 in Bromberg, † 15.6.1908 in Bonn)
war Meister vom Stuhl der Loge Zur alten Linde von 1888-1892.

Dr. med. Friedrich Andreas Eduard Carl Alexander Hagemann
(* 7.8.1833 in Bromberg, † 15.6.1908 in Bonn) war Meister vom Stuhl der Loge Zur alten Linde von 1888-1892.

Leben

Seine Eltern waren der Oberpostdirektor Carl Ludwig Hagemann und Amalia Tschepius.

Beruf

Eduard Hagemann war Kgl. Oberstabsarzt a.D., Geheimer Sanitätsrat, Kgl. Kreisphysikus.

Freimaurerischer Werdegang

Hagemann wurde 1872 in die Loge „Zur Perle am Berge“ in Perleberg aufgenommen.
1873 zum Gesellen befördert und 1874 zum Meister erhoben. 1882/83 war er permanent besuchender Bruder der Loge Zur alten Linde, wurde dort ab 29.5.1884 ordentl. Mitglied.. 1885 war Redner, 1886/87 Zug. Meister, 1888-1892 Meister vom Stuhl. 1892 war er 1. Zug. Meister und ab 1900 Ehrenmeister. Er war Ehrenmitglied der Logen in Perleberg, Münster, Witten und Soest.

Quellen: MV 1882-1908. AB 1888,1894. Schleef S. 33 (Jahreszahl falsch). Geburtsort, Taufe, Eltern, Wohnort, Ehefrau: Heiratsei