30. Neujahrsempfang

Sonntag, 25. Januar 2026

Fast 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten am Sonntag, den 25.01.2026, den immerhin schon 30. Neujahrsempfang der Loge Zur alten Linde. Festredner war dieses Mal mit Klaus Wegener der Präsident der Auslandsgesellschaft, der ein äußerst düsteres Bild der Zukunft Amerikas zeichnete.

Meister vom Stuhl Joachim Pohlmann führte sehr launig durch das Programm, zu dem Juan Carlos Arancibia und Anita Farkas als das Arie Dúo vier großartige Musikstücke beisteuerten.

Überraschungsgast war mit Alexander Kalouti der Oberbürgermeister der Stadt Dortmund. Dass ein OB „einfach nur so“ vorbeikommt, hat es – zumindest in der Loge – auch noch nicht gegeben. Völlig unprätentiös verzichtete er darauf, im Mittelpunkt zu stehen, und überließ die vorbereitete Grußansprache an seine Vertreterin, Bürgermeisterin Ute Mais.

Joachim Pohlmann (MvSt.)

Das „Arie Dúo“ sendete mit ihren wunderbaren Interpretationen einen schimmernden Hoffnungsstrahl in die Runde der Gäste und Brüder. Zwischen den einzelnen Rednerinnen und Rednern spielten sie eine vielfältige Mischung unterschiedlichster klassischer Stücke. Vor allem auch das für sie geschriebene „Pottpourie“ aus der „Fledermaus“ und das eigene Arrangement für Gitarre und Querflöte aus „Carmen“ hinterließen bei den Anwensenden Gänsehautgefühle.

Frau Mais überbrachte ihr Grußwort mit ebenso launigen wie bewegenden und freundlichen Worten, die letztlich zum eigentlichen Kernthema des Empfangs hinleiteten.
Mit Klaus Wegener hatte die Loge zum zweiten Mal den Präsidenten der Auslandsgesellschaft zu Gast, 30 Jahre zuvor war es Jürgen Alexander Fischer, Mitglied der Loge, der den Festvortrag gehalten hatte.

Herr Wegener hatte sich – frei formulierend – die Situation in Amerika zum Thema gemacht:

Wohin Trump(eln) wir – project 2025 und die Folgen.

Dieses Projekt ist auf über 900 Seiten von der Heritage Foundation, einer amerikanischen nationalistisch-konservativen Denkfabrik, entwickelt worden. Einer der Co-Autoren ist Stephen Miller, stellv. Stabschef im Weißen Haus. Es sieht im Prinzip vor, die Exekutive, Legislative und Judikative so umzubauen, dass die USA dauerhaft von den Republikanern und einem praktisch allmächtigen Präsidenten geführt werden können. Die Schritte, die dazu bereits eingeleitet wurden, erinnern in ihrer Konsequenz und Skrupellosigkeit dabei durchaus an die Machtergreifung der Nazis in Deutschland 1933.

Die USA würden sich nur noch auf ihren engeren Machtbereich – im Wesentlichen Nord- und Südamerika – konzentrieren und sich aus allen anderen global-politischen Ver­pflich­tungen nach. und nach herauslösen, aus rund 60 internationalen Organisationen seien sie bereits ausgetreten, für USAid, eine Hilfsorganisation viel größer als das rote Kreuz, seien von heute auf morgen alle Mittel gestrichen worden.

Venezuela und der Griff nach Grönland seien die ersten Schritte zur Ausweitung des unmittelbaren Einflussbereiches, zu dem auch Kanada als dann 51. Bundesstaat gehören würde.

Wegener: „Wir erleben das, was Trump tut, als erratisch. Aber das ist es nicht. All seinen Handlungen liegt dieses Projekt zugrunde. Und das Mittel, das angewandt wird, ist: ‚Flooding the zone with shit‘.“ Jeden Tag werde eine neue Sau durchs Dorf getrieben und in all den widersprüchlichen und merkwürdigen Aussagen gehen die wahren Ziele, die tatsächlichen Absichten, die Strategie ein wenig unter. Man sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. „Epstein-Akten, Venezuela – all die relevanten Nachrichten gehen unter, weil wir über Grönland reden. Sehr angenehm für den Präsidenten“, so Wegener. Mit dem ‚Trump Derangement Syndrome‘ existiere heute sogar eine offizielle Krankheit – Kritik am Präsidenten sei damit nicht mehr legitim, sondern behandlungsbedürftig.

Und weiter: „Ganz schlimm: Das Bildungsministerium ist abgeschafft. Die ICE-Agenten sind für mich wie die Stasi früher in der DDR, anders kann ich das wirklich nicht mehr bezeichnen. Die Auslandsgesellschaft organisiert seit 44 Jahren das Austauschprogramm mit Dortmunder Schulen, im vergangenen Jahr ist es ins Wasser gefallen, weil uns amerikanische Gasteltern, die wir seit vielen Jahren kennen, gesagt haben: ‚Ja, wir kennen uns lange – aber es passt nicht mehr in die politische Landschaft, dass wir hier ausländische Schüler aufnehmen.‘ Worüber reden wir hier? Zugleich haben Eltern in Deutschland Angst, dass ihre Kinder Probleme bekommen.“

Und die Reaktionen im Land? Angst, Sprachlosigkeit, Wegducken. Ein Auflehnen der Demokraten sei bislang nicht wirklich zu beobachten. Herr Wegener nahm uns auch den Glauben und die Hoffnung, mit dem nächsten Präsidenten würde das alles wieder besser werden. Seine klare Prognose: nein. Warum auch sollte ein künftiger Präsident seine neu gewonnene Macht selbst wieder beschneiden?

Selbst eine dritte Amtszeit von Donald Trump, die seit den Zeiten Roosevelts verfassungsseitig ausgeschlossen ist, hält er für möglich. Trump würde das im Prinzip durch den Einsatz der Nationalgarde, wie er sie heute schon in einigen Großstädten einsetzt, und dem Argument eines latenten Bürgerkriegs in den betroffenen Bundesstaaten durchsetzen.

Der Vortrag ging allen Anwesenden tief unter die Haut. Der Meister vom Stuhl überreichte Herrn Wegener als Dank das Bild der Einladung, das der Fotodesigner Christian Strupp wieder in unnachahmlicher Art entworfen und umgesetzt hatte. Es zeigt den Fußabdruck Trumps auf Artikel 1 der amerikanischen Verfassung – We the People…

Viele der Teilnehmer blieben im Anschluss noch beisammen, um bei Currywurst und Falafel das Gehörte zu verarbeiten.

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

Clubabend am 29.2.24

Der am „Schalttag“ auch von den Partnerinnen der Brüder gut besuchte Clubabend mit dem Vortrag von Bruder Hans-Joachim Pohlmann,, Rechtsanwalt und Notar, machte allen Anwesenden den Unterschied zwischen den beiden Willenserklärungen deutlich. Für Menschen, die ihren Willen nicht selbst artikulieren können oder zu keinen selbstbestimmten eindeutigen Entscheidungen mehr in der Lage sind, legt die Patientenverfügung den Umfang ärztlichen Handelns fest, während die Vorsorgevollmacht die Entscheidungen zu wirtschaftlichen oder sonstigen Fragen in die Hände vertrauenswürdiger Personen legt.

Zunächst erläuterte Bruder Pohlmann Sinn und Zweck der Vorsorgevollmacht. Das Betreuungsgericht ist verpflichtet eine(n) Betreuer:in zu bestellen, sollte ein betroffener Mensch niemandem eine Vollmacht erteilt haben. Dies ist immer dann sinnvoll, wenn jemand keine vertrauenswürdigen Personen im eigenen Umfeld kennt. Bei Ehepaaren sollte das Gericht den Ehepartner bestellen, wenn keine Gründe dagegen sprechen, selbst wenn keine Vorsorgevollmacht existiert. Eine notariell bestätigte Vorsorgevollmacht ist immer dann empfehlenswert, wenn Dinge von großem Wert existieren (z.B. Immobilien), weil der Betreuer / die Betreuerin in vollem Umfang über diese Werte verfügen und entscheiden kann. Bruder Pohlmann erläuterte dies sehr anschaulich anhand einiger eingängiger Beispiele.

Hans-Joachim Pohlmann
Wolfgang Lenz, Meister vom Stuhl

Die Patientenverfügung legt im Gegensatz dazu die Möglichkeiten ärztlichen Handelns fest, sollte jemand nicht mehr zu eigenständigen medizinischen Entscheidungen fähig sein. Die Verfügung legt den Zeitpunkt ihrer Gültigkeit fest. Hier seien beispielhaft der Sterbeprozess oder das Eintreten eines hoffnungslosen gesundheitlichen Zustandes genannt. Ob diese Situation eingetreten ist, wird von ärztlicher Seite diagnostiziert. Außerdem legt die Verfügung noch den individuell gewünschten Behandlungsrahmen nach Eintritt der Zwangslage fest.

Dies ist eine sehr persönliche Entscheidung mit einer Vielzahl unterschiedlicher Möglichkeiten. Ob ein Mensch so lange am Leben gehalten werden möchte, wie es geht, oder ob er nur Pflege oder Schmerztherapie ohne zusätzliche lebenserhaltende Maßnahmen wünscht, sollte jeder für sich selbst festlegen. Eine potentielle Organspende kann die Fortsetzung lebenserhaltender Maßnahmen notwendig machen, selbst wenn sie temporär der Patientenverfügung widersprechen.

Es entwickelte sich anschließend ein lebhafter Austausch von Fragen und Meinungen, in der neben manchem Einzelbeispiel auch einige persönliche Punkte geklärt werden konnten.

Weiterführende Informationen stehen zum Beispiel bei der Bundesärztekammer zur Verfügung.

27. Neujahrsempfang 2023

Die Freimaurer beenden ihre Treffen um den 24. Juni herum, den Johannistag, Johannes der Täufer war und ist der Schutzpatron der Bauleute. Sie nehmen ihre „Arbeit“ wieder auf nach einer zweimonatigen Sommerpause, beginnen das neue Jahr.

Umrahmt wurde das Programm musikalisch vom glänzend aufspielenden Daniela Rothenburg Trio, bei dem Frau Rothenburg als Sängerin auftrat, begleitet von Benedikt Koester am Klavier und Eric Richards am Kontrabass.

Den Festvortrag hielt Prof. Ekhart Wycik von der europaweit renommierten Musikhochschule FRANZ LISZT in Weimar. Er ist den Dortmundern noch gut in Erinnerung als stellv. GMD am Opernhaus.

In einem nach Ansicht der Anwesenden großartigen Vortrag über das Menetekel unserer Zeit, die künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen auf die Arbeitswelt, machte er Mut. Er zeigte auf, dass Mensch und Natur in ganz vielem eben doch niemals durch Maschinen ersetzbar sein würden: Spontaneität, Kreativität, künstlerisches Wirken, Güte und Menschlichkeit und einfach die Lust daran, etwas Konstruktives zu tun.

„Ich hätte diesen Vortrag natürlich auch problemlos und viel effizienter mit ChatGPT – mit Künstlicher Intelligenz – schreiben können“, schloss Prof. Wycik, „– hab‘ ich aber nicht. Nur aus Freude – aus spielerischer Freude, diesen Vortrag selbst geschrieben zu haben. Das Gefühl dabei: unbeschreiblich.“

Prof. Ekhart Wycik hat seinen Vortrag für alle interessierten Menschen hier zur Verfügung gestellt.

Anmeldung Johannisfest 2023

Das Johannisfest feiern wir in diesem Jahr am 25.06.2023 ab 10:30. Für die Anmeldung der Brüder steht wieder eine Anmeldemaske zur Verfügung. Um die Planung zu erleichtern bitten wir Euch um Eure rechtzeitige Anmeldung nebst vorheriger Überweisung für die Teilnahme am Essen.

Rückblick Ruhrgebietsloge 2023

Am Samstag, den 03.06.2023, trafen sich fast 250 Brüder aus drei europäischen Ländern, sieben Großlogen und 58 Logen zur diesjährigen Ruhrgebietsloge bei uns im schönen Dortmund im Westfälischen Industrieklub.

Unser Dank geht an den Großmeister unserer Großloge, Stefan Kunnert, an den Zugeordneten Großmeister der Vereinigten Großlogen, Axel Pohlmann, und an den Distriktsmeister Karl-Heinz Reuschenbach mit seinen Distriktsbeamten für ihre Teilnahme und Unterstützung.

Wir bedanken beim Dortmunder Oberbürgermeisters Thomas Westphal, der ein Grußwort an die Teilnehmer der Ruhrgebietsloge übermittelte und das weiter unten nachgelesen werden kann.

Über die Anwesenheit der zahlreichen Stuhlmeister waren wir ebenfalls hoch erfreut.

Wir bedanken uns weiterhin bei den Mitarbeiter:innen des WIK und der Fa. Prüser für Ihre grandiose Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung dieses für uns alle so bedeutsamen Tages.

Es war für uns etwas ganz Besonderes, wieder einmal Gastgeber der Ruhrgebietsloge zu sein, und wir hatten den Eindruck, dass es den Teilnehmern gut gefallen hat, so dass sie sich bereits auf die nächste Ruhrgebietsloge 2024 in Mülheim a. d. Ruhr freuen. 

Ohne die fantastische Unterstützung der Brüder der Loge Zur alten Linde wäre dies alles nicht möglich gewesen, allen Helfern vor, während und nach der Veranstaltung mit besonderer Erwähnung der drei Musiker gilt unser größter Dank.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in Mülheim bei der Loge Broich zur verklärten Luise in 2024.

Glück auf!

Ruhrgebietsloge am 3. Juni 2023 in Dortmund

Traditionell treffen sich Freimaurer im Ruhrgebiet in jedem Jahr zu einer gemeinsamen Ruhrgebietsloge.

Wir freuen uns sehr, Brüder aus aller Welt – insbesondere natürlich aus den Logen im Ruhrgebiet – bei uns in Dortmund im Jahr 2023 begrüßen zu dürfen.

Es haben sich bereits erfreulicher Weiwe 250 Brüder aus 7 Großlogen angemeldet. Damit sind wir bereits zu 100 Prozent ausgebucht, insgesamt stehen noch 0 Plätze zur Verfügung.

Mehr Informationen: Landingpage zur Ruhrgebietsloge 2023 (RGL 2023).

Ab sofort möglich: Anmeldung zur Ruhrgebietsloge 2023 – Begrenzte Teilnehmerzahl

Die Großlogen

Wie alle Logen gehören auch wir zu einer Großloge. Unsere Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (AFuAMvD) gehört wiederum der Vereinigten Großlogen von Deutschland an. Die Informationen zu der jeweiligen Großloge finden sich auf deren aktuellen Seiten.

Weitere Informationen

In diesem Bereich finden Sie ergänzende Informationen rund um das Logenleben.

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Archiv

Der Wikipedia Link verweist auf die dort verfügbare Dokumentation in der freien Enzyklopädie.

Wikipedia: Loge Zur alten Linde

Das Leben kehrt zurück….

Dank der stark gestiegenen Zahl an geimpften Personen und den damit einhergehenden alltäglichen Erleichterungen regt sich auch das Leben in unserer Loge wieder. Wir nehmen daher unter Beachtung aller notwendigen Hygieneregeln die Arbeit wieder auf.

Dies kann aber nur geschehen, wenn sich ein jeder an die festgelegten Regeln hält. An den im Arbeitsplan genannten Terminen dürfen nur Brüder oder Gäste teilnehmen, die entweder

  • 3 mal immunisiert wurden und über ein validierbares Impfzertifikat verfügen, oder
  • den Status „genesen“ nachweisen können oder
  • ein aktuelles negatives Testzertifikat besitzen.

Unter Einhaltung dieser zur Sicherung der gegenseitigen Gesundheit notwendigen Bedingungen freuen wir uns schon jetzt auf ein gesundes, umsichtiges, freudiges und viel zu lang vermißtes Wiedersehen in unseren Räumen.